Siloanlagen für hygroskopische Schüttgüter sind über viele Jahre hohen Belastungen ausgesetzt. Feuchtigkeit und korrosive Einflüsse können den Zustand von Oberflächen und Beschichtungen beeinträchtigen. Damit Produktqualität und Substanz der Anlage geschützt bleiben, ist ein lückenloser Korrosionsschutz erforderlich.
Bei einer 55 Meter hohen Siloanlage bestand konkreter Sanierungsbedarf. Ziel war es, Korrosion und vorhandene Altreststoffe vollständig zu entfernen, die Oberfläche für eine neue Beschichtung vorzubereiten und einen langfristigen Schutz gegen weitere korrosive Einflüsse herzustellen.
Die Sanierung wurde innerhalb von vier Tagen durchgeführt. Auf eine vollständige Einrüstung oder Umhausung des Silokörpers konnte verzichtet werden.
Sanierung in 55 Metern Höhe
Die Arbeiten erfolgten in einer Einsatzhöhe von bis zu 55 Metern . Für die Durchführung kamen mobile Arbeitsmittel zum Einsatz. Dadurch war keine kosten- und zeitintensive Einrüstung der Siloanlage erforderlich.
Gerade bei hohen Siloanlagen beeinflussen Zugang, Arbeitsorganisation und technische Vorbereitung den Aufwand eines Sanierungsprojekts erheblich. Im vorliegenden Einsatz konnte die Maßnahme ohne zusätzliche Umhausung des Silokörpers umgesetzt werden.
Siloinspektion vor der Sanierung
Korrosionsschutzmaßnahmen beginnen in der Regel mit einer technischen Einschätzung des Anlagenzustands. Sichtbare Korrosionsstellen, beschädigte Beschichtungen oder Rückstände an der Oberfläche können Hinweise darauf geben, dass eine Silosanierung erforderlich wird.
Eine fachliche Siloinspektion hilft dabei, Sanierungsbedarf frühzeitig zu erkennen und den technischen Umfang realistisch einzuordnen. Bei hohen Siloanlagen ist das besonders wichtig, weil Zugangstechnik, Arbeitsaufwand und Sicherheitsmaßnahmen bereits vor Beginn der Arbeiten abgestimmt werden müssen.
Sandstrahlen mit Direktabsaugung
Im ersten Schritt wurde die gesamte Oberfläche der Siloanlage sandgestrahlt. Dabei wurden Korrosion und Altreststoffe vollständig entfernt .
Das Sandstrahlen erfolgte mit permanenter Absaugung direkt am Strahlkopf. Laut Projektvorgabe ermöglichte dieses Verfahren ein sauberes und emissionsfreies Arbeiten ohne Umwelteinflüsse.
Die Untergrundvorbereitung war die Grundlage für die anschließende Silobeschichtung . Erst nach der vollständigen Bearbeitung der Oberfläche konnte der neue Korrosionsschutz aufgetragen werden.
Zustand vor der Sanierung
Rost auf der Siloabdeckung
Starke Verschmutzungen
Reinigung der Oberflächen
Absaugen von Ablagerungen und Farbresten
Ergebnis nach dem Auftrag des Spezialharzes
Silobeschichtung mit Spezialharz
Nach dem Sandstrahlen wurde ein hochwertiges Spezialharz auf die vorbereitete Oberfläche aufgebracht. Die Beschichtung schützt die Siloanlage langfristig vor korrosiven Einflüssen.
Bei Siloanlagen für hygroskopische Schüttgüter ist ein zuverlässiger Korrosionsschutz besonders relevant. Feuchtigkeit kann die Anforderungen an Oberflächen und Beschichtungen erhöhen. Die Sanierung zielte daher darauf ab, die Anlage technisch wieder gegen diese Belastungen abzusichern.
Vier Tage statt zwei Wochen
Korrosionsschutzmaßnahmen und Silosanierungen können je nach Umfang, Qualitätsanforderungen und Zugangssituation zwei Wochen oder länger dauern.
Im beschriebenen Projekt wurde die vollständige Maßnahme in nur vier Tagen abgeschlossen. Möglich wurde dies durch die abgestimmte Planung, den Einsatz mobiler Arbeitsmittel sowie die direkte Verbindung aus Sandstrahlen und Beschichtung.
Der Vergleich zeigt: Nicht allein der Preis entscheidet über die Wirtschaftlichkeit einer Silosanierung. Maßgeblich sind die technische Vorbereitung, die erforderliche Beschichtungsqualität, die gewählte Zugangstechnik und die damit verbundenen Stillstands- und Nebenkosten.
Korrosionsschutz als Teil der Silowartung
Silosanierung mit Korrosionsschutz ist ein wesentlicher Bestandteil der Silowartung . Werden Schäden an Beschichtungen oder Oberflächen frühzeitig erkannt und bearbeitet, lassen sich größere Sanierungsumfänge und längere Stillstandszeiten häufig vermeiden.
Gerade bei Siloanlagen für hygroskopische Schüttgüter sollte der Zustand von Oberflächen und Beschichtungen regelmäßig bewertet werden. So kann der Korrosionsschutz rechtzeitig geplant und die technische Substanz der Anlage langfristig erhalten werden.
Erfolgreich und unfallfrei abgeschlossen
Die Silosanierung mit Korrosionsschutz wurde planmäßig, erfolgreich und unfallfrei abgeschlossen . Der Kunde bewertete sowohl die handwerkliche Qualität als auch den kurzen Zeitaufwand und die daraus resultierende Rechnungsstellung positiv.
Der Einsatz zeigt, dass Korrosionsschutz an hohen Siloanlagen auch unter anspruchsvollen Bedingungen wirtschaftlich umgesetzt werden kann, wenn Verfahren, Materialeinsatz und Arbeitsabläufe präzise aufeinander abgestimmt sind.
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